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Mitglieder des TuS Wustrow, TuS Woltersdorf, MTV Dannenberg und SC Lüchow heben JFV Wendland 11 aus der Taufe


koo Wustrow. Nur rund 30 Minuten dauerte es, dann war der neue Verein aus der Taufe gehoben. 21 Mitglieder aus den Vereinen MTV Dannenberg, TuS Wustrow, TuS Woltersdorf und SC Lüchow haben am Mittwoch im Vereinsheim des TuS Wustrow den Jugendförderverein (JFV) Wendland 11 gegründet.

Dessen erster Vorsitzender ist der Wustrower Rüdiger Schulz. Reinhard Worsch (2. Vorsitzender), Herbert Markgraf (3. Vorsitzender), Harm Duvekot (Kassenwart) und Christian Lenke (Schriftwart) komplettieren den Vorstand, dessen Mitglieder jeweils einstimmig gewählt wurden.

Bekanntlich wollen die vier Clubs ihre D- bis A-Junioren in den JFV ausgliedern, um gemeinsam in diesen Altersklassen Teams bilden zu können. Alleine sehen sich die Vereine dazu kaum noch in der Lage. Auch der Gedanke der Leistungsförderung spielt dabei eine Rolle. Die zwei TuS-Vereine und der MTV bilden bereits seit Sommer 2010 eine Jugendspielgemeinschaft (EJZ berichtete).
Die Mitgliederversammlungen des TuS Wustrow und TuS Woltersdorf haben für die Ausgliederung bereits grünes Licht gegeben, beim SCL und MTV soll das demnächst geschehen. Schulz hofft auf rasche Abstimmungen, denn bis Mai müssen alle Formalitäten rund um die Vereinsgründung, die aufwändig sei, erledigt sein. Der 15. Mai sei der Stichtag für die Mannschaftsmeldungen, erinnerte der Vorsitzende.

Schulz hatte noch einmal kurz auf den Werdegang des JFV zurückgeblickt. Seit Mitte des vergangenen Jahres habe es Gespräche und Treffen unter den Clubs gegeben. Mitte Dezember sei erstmals eine Satzung präsentiert und in Arbeitsgemeinschaften weitere Details besprochen worden. Die ausgearbeitete Satzung sei in den Vereinen »breit verteilt worden», erklärte Schulz, »ich hoffe, dass alle Zugang hatten, die es wollten». Ohne Gegenstimme passierte die Satzung die Versammlung. Ausgearbeitet wurde unter den Vereinen zudem ein Kooperationsvertrag. Der legt unter anderem fest, dass die Vereine für jeden Nachwuchsfußballer, der aus ihrem Club stammt, 30 Euro pro Jahr an den JFV überweisen. Damit sollen Verbandsabgaben und Kosten des Spielbetriebs gedeckt werden. Die Nachwuchskicker bleiben Mitglied in ihrem Stammverein, zu dem sie nach ihrer Juniorenfußballzeit im JFV auch wieder zurückkehren sollen. Und nur in ihrem Stammverein zahlen die Nachwuchskicker auch Beiträge.

Für weitere Mitglieder legten die Gründungsmitglieder die Beiträge fest: Erwachsene zahlen einen Euro pro Monat - das sei als ein Förderbeitrag anzusehen, erklärte Schulz. Und Juniorenspieler, die in den JFV eintreten und nicht einem der vier Stammvereine angehören, zahlen drei Euro pro Monat. Einige Details rund um den Spielbetrieb erörterten die Gründungsmitglieder auch. Kosten für Teams, die auf Kreis-ebene aktiv sind, sollen vom jeweils das Team betreuenden Verein bezahlt werden. Der Spielbetrieb für die Mannschaften auf Bezirksebene soll von allen vier Stammvereinen über den JFV gemeinsam getragen werden, erläuterte Schulz. Mit wievielen Teams und in welchen Ligen der JFV im Sommer starten wird, das stelle sich erst im Laufe des Frühjahrs heraus. Wichtig ist für Schulz und den JFV-Vorstand, dass die Stammvereine ausreichend Trainer stellen. »Wir können keine neuen Trainer aus dem Hut zaubern, das müssen die Vereine ma-chen. Wir sind der JFV», betonte Schulz. Und: In jedem Stammverein müsse es Info-Veranstaltungen für die Eltern geben. Die wollen schließlich wissen, wie ihre Kinder im JFV aufgehoben sind und wie Trainings- und Spielbetrieb ablaufen sollen.

Schulz informierte zudem, dass der SV Küsten Interesse an einem JFV-Beitritt und um einen Gesprächstermin gebeten habe. Für die erste Saison sei der Zug aus Termingründen »abgefahren», ab Sommer 2012 sei ein Beitritt des SVK und weiterer Vereine aber möglich, meint Schulz. »Je mehr Vereine dabei sind, um so besser wird es für alle».
Eine Internet-Seite des JFV Wendland 11 soll demnächst vorangebracht werden. Und auch über ein Wappen dachten die Gründungsmitglieder nach. Dazu soll es nach einem Vorschlag des MTV-Fußballabteilungsleiters Friedrich Lindemann einen Wettbewerb für Jugendliche geben, bei dem der beste Vorschlag mit 100 Euro prämiert werde.

Bild: Vorsitzender des neuen Jugendfördervereins Wendland 11 ist Rüdiger Schulz (links), der am Mittwoch auch die Gründungsversammlung leitete. Sein Stellvertreter ist Reinhard Worsch. Aufn.: A. Koopmann
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